Telefon

Unseren Service erreichen Sie
täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter
02225 8808 100

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Die Schokoladenküche des Hampton Court Palace

Ansicht des Hampton Court Palace mit Garten

Hampton Court Palace ist für uns einer der schönsten Königspaläste Englands. Schokolade ist nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an den Palast denkt. Aber es gibt dort eine historische Schokoladenküche, die einzigartig in England ist!

Eine Küche von Christopher Wren

Kein Geringerer als Sir Christopher Wren, der unter anderem die St. Paul’s Cathedral entworfen hat, baute Ende des 17. Jahrhunderts für König William III. und Königin Mary II. den Süd- und Ostflügel des Hampton Court Palace im Barockstil um. Dabei ließ Wren auch eine Schokoladenküche errichten, denn Schokolade galt damals als purer Luxus und wurde vom Königspaar sehr geschätzt.

Schokolade für die Royals

Kakaobohnen wurden ab dem 17. Jahrhundert importiert und kamen ungefähr zeitgleich mit Tee und Kaffee in England an. Aber nur die Reichen und natürlich der König konnten sich den Luxus der heißen Schokolade leisten. Von König William III. als auch von Königin Mary II. ist überliefert, dass sie von dem neuen Getränk begeistert waren. William liebte die Trinkschokolade besonders, während Mary sie vor allem als Frühstücksgetränk zu sich nahm. Der König beschäftigte sogar einen Schokoladenmeister namens Solomon de le Faya. Schokoladenmacher von Georg I. war Thomas Tosier, der ab 1714 für den König arbeitete. Zusätzlich betrieb dieser mit seiner Frau auch ein Schokoladengeschäft in der Chocolate Row in Greenwich.

Edel zubereitet und serviert

In einer kleinen, feinen Küche im Hampton Court Palace stellte der Schokoladenmeister das Heißgetränk her, dessen Zubereitung damals ein aufwendiges Verfahren war. Die Kakaonüsse wurden geröstet, aromatisiert und die Nibs auf einer heißen Steinplatte, der Metate, zu einer Paste zermahlen. Diese Paste wurde dann zu Blöcken geformt, die als „cake“ bezeichnet wurden. Die Blöcke reiften mehrere Monate lang und wurden dann in Milch, Wasser oder Wein geschmolzen, mit Zucker gesüßt und mit Gewürzen aromatisiert. Auch rote Chilischoten kamen zum Einsatz.

Das fertige Getränk wurde in den Schokoladensaal gebracht, ein geschützter Raum, in dem vergoldete Schokoladenkannen und teure Porzellantassen aufbewahrt wurden. Hier wurde die Schokolade in die Servierbehälter gefüllt und direkt zum König oder zur Königin gebracht.

Die heutige Schokoladenküche

Seit dem 18. Jahrhundert wurde die Schokoladenküche nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt. Sie diente als Küche für die darüber liegenden „Grace and Favour Appartements“ und später als Blumenladen. Erst 2013 entdeckte ein Kurator des Schlosses ein Inventar aus dem 18. Jahrhundert und konnte den genauen Standort der Schokoladenküche ausfindig machen. Seit 2014 ist die Schokoladenküche nun für Besucher zugänglich. Dort können Sie alle Geräte und Beispiele der Zutaten und verschiedenen Aromen sehen, die für die Herstellung des köstlichen königlichen Getränks verwendet wurden.

Mehr über den Hampton Court Palace finden Sie hier: https://www.hrp.org.uk/hampton-court-palace/

Erlese Schokolade und andere englische Süßwaren bekommen Sie bei uns im Shop! 

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Reisetipps"

Wye Valley: Das grüne Tal zwischen Wales und England

Reisetipps | von Sandra Wickert

„Once again / Do I behold these steep and lofty cliffs [...] / O sylvan Wye! thou wanderer thro' the woods“
Aus dem Gedicht „Lines Composed a Few Miles…

Weiterlesen
Rest and Be Thankful am schönsten Pass Schottlands

Reisetipps | von Petra Milde

Manchmal deutet ein Ortsname bereits an, was einen dort erwartet. Nicht immer trifft das dann auch zu, aber bei einem Rastplatz an der A83 im Westen…

Weiterlesen
Wo Großbritannien im April aufblüht: Die schönsten National-Trust-Sites

Reisetipps | von Judith Heede

Daffodils, wilder Bärlauch, Bluebells und Ginster. Warum der Frühling die schönste Zeit für eine britische Landpartie ist.

Es gibt kaum etwas…

Weiterlesen
Pimlico – mehr als die Tate Britain!

Reisetipps | von Eva Horst-Wundsam

Wenn in London der Name „Pimlico“ fällt, denken Kunstinteressierte wohl zuerst an die Tube-Station, die man gerne für den Weg zur Tate Britain nutzt.…

Weiterlesen