Sprachecke

29.08.2017

Bloß nicht zittern …

Winston Churchill mit klassischer Stiff Upper Lip.

Die „Stiff Upper Lip“ gilt als Symbol des britischen und besonders des englischen Wesens. Wer seine Oberlippe unbeweglich hält, zeigt seine Gefühle nicht (was nicht heißt, dass er oder sie keine hat!) und wahrt die Fassade. Diese Geisteshaltung wurde jahrzehntelang insbesondere Jungen und insbesondere den Schülern der Public Schools (die entgegen ihrem Namen Privatschulen und -internate sind) antrainiert. Mädchen durften etwas weniger stoisch sein, aber auch keine Heulsusen. Meist wird der...weiterlesen


10.08.2017

Forever young

Forever young - die Begriffe für Jung in der englischen Sprache

Der 12. August ist der Tag der Jugend, ausgerufen von den Vereinten Nationen. In manchen Ländern wird er gefeiert (und oft genug mit politischen Zielen verbrämt oder gar für Propaganda genutzt, zum Beispiel in Nordkorea …), in vielen nicht. Der eigentliche Sinn ist, der Jugend als Lebensphase einen besonderen Platz im Kalender einzuräumen. Und der gebührt ihr auch, oder? Denn das ist die Zeit, in der sich unsere Persönlichkeit herausbildet. Wissenschaftler halten die Pubertät, neben dem ersten...weiterlesen


07.08.2017

Ist das nicht quirky?

Quirky

Briten und vor allem Engländer gelten als exzentrisch, aber die meisten sind eigentlich ganz normal. Man könnte allerdings daran zweifeln, wenn man die Liste der sogenannten „quirky events“ anschaut, die im Laufe eines Jahres so abgehalten werden in Inselreich. Da wäre im Mai das Maldon Mud Race, bei dem die Teilnehmer 500 Meter durch ein sehr schlammiges Flussbett laufen – der Fluss heißt Blackwater und dies zu Recht. Oder das Fußballspiel am Karnevalsdienstag in Ashbourne, Derbshire:...weiterlesen


01.08.2017

Ei, Ei: Kleines Frühstücksbrevier

In vielen britischen Mittelklasse-Hotels gibt es das Frühstück ja vom Büffet, aber im Bed & Breakfast (und auch in etwas teureren Hotels) wird es häufig am Tisch serviert. Und dann ist die Frage, welche Eierspeise soll es denn sein? Die Auswahl ist ja ziemlich groß, trotzdem bekam eine Mitreisende neulich in Newcastle nicht das, was sie wollte. Sie hätte gern ein gekochtes Ei gehabt (was in England zum Frühstück übrigens eher unüblich ist) und bestellte „cooked egg“. Was dann kam, war...weiterlesen


14.02.2017

Die Sprache der Liebe

Der Valentinstag bietet willkommene Gelegenheit, der oder dem Liebsten mal wieder zu sagen: Ich liebe dich. Die übrigen 364 Tage im Jahr sind aber auch dafür geeignet. Man kann es ja eigentlich nicht oft genug aussprechen oder hören…aber manchen Menschen kommt es schwer über die Lippen. In Großbritannien wird der Valentinstag schon seit dem Mittelalter gefeiert (anders als bei uns). Und obwohl die Briten ja als eher spröde und zurückhaltend gelten, haben sie eine Vielzahl von Ausdrücken für...weiterlesen


09.02.2017

Die haben einen Spleen!

Engländer, so sagt man, sind spleenig. Oder: Sie haben einen Spleen. Gemeint ist, dass sie leicht verrückte Angewohnheiten haben. Zum Beispiel ziehen sie sich bei Kälte nicht warm an, manche gehen sogar im Winter im Meer baden. Sie träufeln Essig auf ihre Pommes, spielen kostümiert historische Schlachten nach, stehen mit Inbrunst Schlange und so weiter und so fort. Hierzu ist zweierlei zu sagen: Erstens sind das natürlich alles Klischees, ist ja klar (aber, wie immer, nicht völlig ohne wahren...weiterlesen


02.02.2017

Stadtmenschen, Teil drei: Die Brummies

„Brummie“, das klingt so gemütlich. Es kommt von „Brum“, dem Spitznamen Birminghams. Diese Stadt im mittleren Westen ist die zweitgrößte nach London und war früher ein Zentrum der Industrie, vor allem der Metallindustrie. Die Einheimischen nennen sich Brummies und sprechen auch Brummie und, ja, sie sind gemütlich. Ihr Dialekt wird allerdings mitunter als der unattraktivste des Landes und als besonders schwer verständlich gescholten. Wir sagen: Das ist sehr ungerecht! Wer sich selbst ein Bild...weiterlesen