Telefon

Unseren Service erreichen Sie
täglich von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter
02225 8808 100

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Die feine englische Art

Unser Katalog

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

BLOG
Die feine englische Art

Festlicher Schmuck zur (Vor-)Weihnachtszeit

Weihnachtsgesteck mit drei roten Kerzen und grünen Zweigen (Efeu, Tanne, Ilex)

Zum festlichen Weihnachtsschmuck gehören in Großbritannien Efeu und Ilex.

Es grünt so grün

Im Advent holen wir Immergrün ins Haus – ein Brauch aus vorchristlicher Zeit, der uns im Winter Hoffnung bringen und den Fortgang des Lebens symbolisieren soll. Bei uns steht die Tanne oder Fichte im Mittelpunkt, erst in Gestalt des Adventskranzes, dann als Christbaum. Im Vereinigten Königreich sind Nadelgewächse natürlich ebenfalls Teil der Adventsbräuche, aber der Schwerpunkt liegt doch ein wenig anders.

Traumpaar Stechpalme und Efeu

„Holly“, bei uns Stechpalme oder Ilex genannt, ist ein ganz traditioneller Weihnachtsschmuck, der längst auch bei uns viele Fans hat. Die gezackten glänzenden Blätter mit roten Beeren sind eine wunderschöne Kombination. In der christlichen Interpretation symbolisieren sie aber auch die Dornenkrone Jesu, die Beeren stellen die Blutstropfen dar. Vor allem in Irland war die Stechpalme lange Weihnachtsgrün Nummer eins, zumal sie auf den Britischen Inseln heimisch und in der Natur reichlich zu finden ist. Ein „holly“-Zweiglein ziert in Darstellungen und auch in vielen Haushalten den Christmas Pudding, wenn er zu Tisch getragen wird.

Der natürliche Partner der Stechpalme ist der Efeu, auf Englisch „ivy“, der ebenfalls heimisch, überall zu finden und kostenlos ins Haus zu holen ist. „The Holly and the Ivy“ heißt der Titel eines klassischen englischen Weihnachtsliedes. Efeu ist zwar gesundheitsschädlich und sollte nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen, hat aber den Vorteil, dass sich wegen seiner Biegsamkeit problemlos Girlanden daraus winden lassen, die auch sehr haltbar sind. Sowohl Holly als auch Ivy sind im Königreich übrigens beliebte Mädchennamen.

Misteln für die Liebe und gegen Unheil

Die Mistel („mistletoe“) hat Zauberkräfte, das wissen alle, die jemals Asterix gelesen haben. Obwohl die kugelförmige Pflanze mit den transparent-weißen Beeren als typischer Schmarotzer ihren Wirtsbäumen gefährlich werden kann, wenn sie zahlreich auftritt, gilt sie schon lange als Symbol für das Leben und für Fruchtbarkeit. Da ist es nicht weit bis zum Brauch, sich darunter zu küssen! Dass sie auf den Britischen Inseln häufig an der Tür hängt, hat nicht nur damit zu tun, dass möglichst alle neu Eintretenden geküsst werden sollen. Sondern auch damit, dass die Mistel nach altem Aberglauben Unheil fernhält; es muss draußenbleiben.

Und dann wäre da noch Tannengrün. Der Adventskranz mit den vier Kerzen ist in Großbritannien und Irland unüblich, auch wenn es ihn inzwischen bei manchen Floristen zu kaufen gibt. Tannengirlanden dagegen, gern noch verstärkt mit Ilex, sind sehr populär und sehen traumhaft aus, wenn sie über dem Türrahmen, am Handlauf einer Treppe oder auf einem Kaminsims drapiert werden. Da sie schnell trocken werden und nadeln, greifen viele Leute zur künstlichen Alternative.

Ein königlicher Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum selbst, der „Christmas tree“, wird auf den Britischen Inseln häufig schon früh im Dezember aufgestellt und geschmückt; er darf bis maximal 6. Januar bleiben. Früher war er oft unecht und alljährlich neu zu gebrauchen, inzwischen gelten echte Bäume als stilvoller. Der Brauch ist nicht so alt wie bei uns; Queen Charlotte – die Gattin Georgs III., die Netflix-Gucker auch aus „Bridgerton“ kennen – hatte ihn im 18. Jahrhundert aus ihrer deutschen Heimat mitgebracht. Aber erst zu Zeiten Queen Victorias und ihres deutschen Gemahls Albert verbreitete sich die Sitte in der Bevölkerung, nachdem ein Magazin eine Zeichnung der königlichen Familie vor einem mit Kerzen bestückten Weihnachtsbaum veröffentlicht hatte. Die Geschäftswelt griff die Idee rasch auf, und spätestens ab den 1920ern waren Christbäume auch in bürgerlichen Häusern üblich.

Der Stern des Südens

Zu erwähnen bleibt noch der Weihnachtsstern, der im Englischen den Namen „Poinsettia“ trägt und wie bei uns ein beliebtes Mitbringsel ist. Er stammt aus Mexiko, wo er schon im 17. Jahrhundert mit Weihnachten in Verbindung gebracht wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts fand er seinen Weg erst in die Vereinigten Staaten und dann nach Europa. Seinen englischen Namen hat er von dem US-amerikanischen Diplomaten Joel Roberts Poinsett, der die ersten Exemplare von Mexiko nach Hause schicken ließ.

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Very British"

Fußweg in einem dunklen Wald der zu einem hellen Licht führt

Very British | von Ariane Stech

...  und wo sie (meistens nicht) zu finden sind

Die Britischen Inseln haben eine reichhaltige Folklore und lange Erzähltradition, in der es nur so…

Weiterlesen
Blick in eine britische Küche mit großem Esstisch, Geschirrschrank und Regalen

Very British | von Ariane Stech

Am liebsten sitzen alle in der Küche. Das ist nicht nur bei Partys so, sondern auch im Alltag; schließlich ist sie das Herz des Heimes, wie man so…

Weiterlesen
Luftbild des Magic Roundabout in Hemel Hempstead in England

Very British | von Ariane Stech

Allen, die in Großbritannien schon mal hinter dem Steuer saßen, sind sie vertraut: die Verkehrskreisel, in die wir gegen unser Gefühl linksherum…

Weiterlesen
Feuerwerk auf dem Schlossberg von Edinburgh

Very British | von Ariane Stech

Kaum jemand feiert den Jahreswechsel inbrünstiger als die Schotten, und so manche „Hogmanay“-Fans hängen heute ein bisschen in den Seilen. Vor…

Weiterlesen