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Von Avalon bis Apple Pie – Äpfel auf den Britischen Inseln

Von Avalon bis Apple Pie – Äpfel auf den Britischen Inseln

Großbritannien hat eine erstaunliche Vielfalt an Apfelsorten hervorgebracht: von süß und knackig bis säuerlich und ideal zum Backen. Äpfel gehören tief zur britischen Kultur – nicht umsonst lautet der wohl bekannteste englische Gesundheitsspruch: „An apple a day keeps the doctor away." Ganz falsch liegt er damit nicht, denn Äpfel liefern Ballaststoffe, Vitamin C und wertvolle Antioxidantien. In der Küche werden die Früchte zu Kuchen, Crumbles, Saucen und natürlich zu Cider verarbeitet – und kaum etwas bringt den britischen Herbst kulinarisch so schön auf den Teller wie ein warmer Apple Pie mit Custard.

Cox, Gala, Bramley & Co.

In britischen Obstgärten wachsen zahlreiche Sorten, die sich in Geschmack, Farbe, Konsistenz und Verwendungszweck deutlich unterscheiden. Zu den beliebten Sorten gehören etwa Windsor, bekannt für ihren süßen und aromatischen Geschmack, Cox, der mit seiner knackigen Konsistenz und süß-herben Note überzeugt, sowie Gala mit ihrer rot-gelben Schale und ihrem süßen, saftigen Fruchtfleisch. Der Braeburn wiederum bringt eine kräftigere, leicht herbe Note mit und verbindet Süße und Säure besonders schön. Und dann wäre da noch der Bramley. Der klassische britische Kochapfel ist deutlich säuerlicher als ein typischer Tafelapfel und entwickelt beim Backen sein charakteristisches Aroma. Die Sorte geht auf einen Baum zurück, der aus Kernen im Garten einer Familie in Southwell, Nottinghamshire, entstand.

Vom Wildapfel zum Königshof

Äpfel haben auf den Britischen Inseln eine erstaunlich lange Geschichte. Wildäpfel wuchsen bereits in der Jungsteinzeit in Britannien. Die Römer brachten später süßere kultivierte Sorten mit. Nach der normannischen Eroberung entstanden neue Obstgärten, häufig in den Anlagen von Klöstern. Mönche beschäftigten sich mit der Vermehrung und Weiterentwicklung verschiedener Sorten.

Auch die englischen Könige wussten die Früchte zu schätzen. Im 16. Jahrhundert ließ Heinrich VIII. seinen Obstgärtner Richard Harris neue Apfelsorten beschaffen und in seinem Garten in Teynham in Kent anpflanzen. Zu jener Zeit waren bereits zahlreiche unterschiedliche Sorten bekannt.

Und auch Isaac Newton verdankt einem britischen Apfel seinen berühmten Auftritt: Die Sorte „Flower of Kent“ soll jener Apfel gewesen sein, der neben ihm vom Baum fiel und ihn zum Nachdenken über die Schwerkraft brachte. Ob der Apfel ihn tatsächlich am Kopf traf, gehört allerdings eher ins Reich der Legenden. 

Dank DNA auf den Spuren alter Sorten

Ein Naturschutzprojekt im Londoner Stadtteil Barnes erfasst alte Obstbäume, die als Überbleibsel früherer Gärtnereien in privaten Gärten erhalten geblieben sind. Viele dieser Bäume sind für die heimische Tierwelt von großer Bedeutung. Gleichzeitig erzählen sie ein Stück Garten- und Sozialgeschichte. Ist die Sorte eines alten Baumes nicht mehr bekannt, kann sogar eine DNA-Analyse dabei helfen, seine Identität zu bestimmen. Damit steht fest: Der britische Apfel ist weit mehr als nur eine Frucht. Er ist ein kleines Stück Inselgeschichte.

Avalon – die Insel der Äpfel

Der Apfel hat auf den Britischen Inseln sogar seinen Weg in die Sagenwelt gefunden. Der Name „Avalon" – jene mystische Insel aus der Artussage, auf die König Artus nach seiner letzten Schlacht gebracht wurde – stammt aus dem Keltischen und bedeutet schlicht „Insel der Äpfel". Für die Kelten war der Apfel ein Symbol für Unsterblichkeit und das Leben nach dem Tod. Avalon galt als paradiesischer Ort des ewigen Friedens, und Äpfel gehörten zu seinen prägenden Bildern. So ist der britische Apfel nicht nur Küchenzutat und Heilmittel – er ist seit Jahrtausenden auch ein Stück Mythologie.

Wenn Apfelkerne bei wahrer Liebe explodieren

Der Apfel hat auf den Britischen Inseln nicht nur kulinarische, sondern auch folkloristische Bedeutung. Bei den Briten soll der heimische Holzapfel, der Crab Apple (Malus sylvestris), seit Jahrhunderten mit Liebe und Heirat verbunden sein. Eine alte Tradition besagt nämlich: Wirft man Apfelkerne ins Feuer und nennt dabei den Namen des geliebten Menschen, sollen die Kerne bei wahrer Liebe explodieren. Verbrennen sie dagegen einfach, sind die Aussichten auf romantisches Glück angeblich weniger erfreulich.

Zu Tisch à la British Shop

Britische Äpfel kann man natürlich auch zu Chutneys, Saucen oder als Begleiter zu Käse genießen. Sie müssen dafür gar nicht extra auf die britischen Inseln reisen. Unser Shop versorgt Sie mit leckeren Apple and Fig Chutney oder „Apple Crumbles“.

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