Englische Weihnachtslieder, „Christmas carols“, sind wunderschön und längst auch bei uns verbreitet. Viele (nicht alle) sind alt, viele (nicht alle) haben religiösen Inhalt. Ein richtig guter „carol” verbreitet feierliche, aber auch freudige Stimmung und lässt sich am allerschönsten bei Kerzenlicht genießen und mitsingen. Viele britische Kirchen und Kathedralen veranstalten deshalb in der Vorweihnachtszeit Konzerte „Carols by Candlelight“, und wenn Sie Gelegenheit bekommen, sollten Sie hingehen. Wir schauen uns nun das ganz klassische Lied „Joy to the World“ an. Ein berühmter Barockkomponist, der in Deutschland geboren wurde, aber später die englische Staatsbürgerschaft annahm, soll Urheber der Melodie sein, wenn sie wohl auch eine Gemeinschaftsleistung mehrerer Menschen ist. Wie auch immer, Georg Friedrich Händel bzw. George Frideric Handel, wie er drüben heißt, wird von den Deutschen als Deutscher und von den Engländern als Engländer betrachtet. In seinem ehemaligen Londoner Wohnhaus ist heute ein Museum, das wir sehr empfehlen können und das kurioserweise auch Jimi Hendrix gewidmet ist, denn der wohnte sozusagen Wand an Wand mit Händel, wenn auch zwei Jahrhunderte später. Es heißt „Handel & Hendrix“.
Schauen wir uns die Biografie Händels näher an, so begegnet uns dort einer seiner einflussreichsten Lehrer, der damals Musikdirektor der Kirche Unserer Lieben Frauen in Halle war. Wir suchen seinen Nachnamen und davon den ersten Buchstaben.