Die feine englische Art

Acht Tage offene Türen


England ist stolz auf sein Kulturerbe – so stolz, dass ein einzelner „Tag des Offenen Denkmals“ oder auch ein Wochenende nicht ausreichen. Nein, dieses Jahr werden es erstmals acht „Open Heritage Days“, und zwar vom 6. bis 9. und vom 13. bis 16. September. Das geht jeweils vom Donnerstag bis Sonntag. An diesen Terminen werden historische und kulturelle Stätten ganz unterschiedlicher Art fürs Publikum geöffnet, und der Eintritt ist grundsätzlich frei. Manche sind sonst nicht zugänglich, andere nur gegen Geld. Herrnehäuser gehören genauso dazu wie alte Kohleminen, Museen, Kirchen, verlassene Abteien, Bibliotheken, sogenannte „follies“ (das sind zweckfreie Zierbauten, die sich der Adel früher gönnte) und und und … Auch technische Einrichtungen wie etwa die historische Funkstation am „Lizard“ machen die Tür auf. Wer also an einem der Termine zufällig in England ist, sollte mal einen Blick auf die Liste werfen: www.heritageopendays.org.uk/visiting/printable-area-lists Mehr als 5000 Angebote im ganzen Land stehen drauf, auch Vorträge, Führungen und andere Events.  

Die Heritage Open Days werden von der Organisation National Trust koordiniert, von einer Lotterie gesponsert und vom einem relativ kleinen Team sowie 40 000 Freiwilligen umgesetzt. Sie sind Teil der „European Heritage Days“, zu der auch unsere Tage des Offenen Denkmals gehören.

2018 ist das Jahr, in dem (auch) im Vereinigen Königreich „100 Jahre Frauenwahlrecht“ gefeiert wird. Deshalb sind die „Extraordinary Women“, die „ungewöhnlichen Frauen“, einer der Schwerpunkte der Open Heritage Days. Führungen und Ausstellungen befassen sich mit Königinnen, Schriftstellerinnen, Suffragetten, Forscherinnen und ganz normalen Frauen, die Besonderes geleistet haben zu Zeiten, in denen man ihnen wenig zutraute.


 

 

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