Die feine englische Art

Ein Wappen für Meghan


Quelle: instagram.com – theroyalfamily

Meghan, die frischgebackene Herzogin von Sussex, braucht natürlich ein Wappen. Das Königshaus hat es nun vorgestellt. Es besteht zur Hälfte aus Harrys coat of arms, wie Wappen auf Englisch heißen, die rechte Seite aber ist ganz Meghan und enthält zahlreiche Bezüge zu ihrer amerikanischen Heimat und ihrer Person. So ist die Grundfarbe das Blau des Pazifik, durchbrochen von goldenen Strahlen, die den Sunshine State Kalifornien symbolisieren. Drei Schreibfedern und ein weißer Singvogel mit geöffnetem Schnabel stehen für Kommunikation, die Meghan so wichtig ist und die sie auch gut beherrscht.

Das Wappen musste von der Queen genehmigt werden. Thomas Woodcock, der oberste Heraldiker, der sogenannte Garter King of Arms, hält den Entwurf für sehr gelungen und betont, mit wieviel Interesse die junge Herzogin daran mitgewirkt habe. Mr. Woodcock residiert im College of Arms in London, einer Behörde, die seit dem 15. Jahrhundert besteht und ausschließlich für Heraldik zuständig ist.

Etwas Aufregung über das Wappen hat es auch gleich gegeben. Der weiße Vogel, so lautete die Kritik, sehe gar nicht glücklich aus, was kein Wunder sei, da er um den Hals ein Krönchen trägt und davon gewürgt werde. Aber gottlob handelt es sich ja um ein gezeichnetes Tier, kein echtes, und der Löwe auf der anderen Seite des Wappenschilds trägt auch etwas um den Hals, was bei Löwen im wirklichen Leben nicht besonders gut ankäme. Sehen wir das Wappen als das, was es ist: ein Symbol, das mit Bildern spricht, und ein Kunstwerk. Andererseits: Man hätte das Krönchen auch aufs Haupt des Vogels setzen können, aber sicher sprechen wichtige Traditionsgründe dagegen. Denn auf einem Wappen hat alles eine besondere Bedeutung und ist nicht zufällig gewählt.


 

 

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