Die feine englische Art

Ein Toast auf den Toast!


Ein Toast auf den Toast!

Auch die kleinen Dinge bereichern das Leben, zum Beispiel ein knuspriger Toast, auf dem die Butter schmilzt, mit Orangenmarmelade … wenn das kein guter Start in den Tag ist! In Großbritannien gehört Toast, da erzählen wir nichts Neues, zu den beliebtesten Speisen. Er wird seit jeher nicht nur zum Frühstück gegessen, sondern gern auch als kleine Mahlzeit: „beans on toast“, „mushrooms on toast“, „cheese on toast“, „scrambled eggs on toast“ (Rührei) und sogar „spaghetti on toast“, das sind alles schnelle Abendessen. Die „beans“ und „spaghetti“ kommen dabei allerdings meistens aus der Dose, oje… Aber wie wäre es mit einem leckeren Avocadotoast? Der ist momentan sehr in und geht blitzschnell, man braucht nur noch etwas Zitrone, Salz, Pfeffer und vielleicht Knoblauch. 

Früher hatten eigentlich alle Haushalte in Großbritannien eine spezielle Art Toaster, die direkt über dem Küchenherd hingen, dort, wie heute meist die Abzugshaube ist. Die sahen völlig anders aus als Toaster, in die man die Brotscheiben hineinsteckt, und waren eher eine Art Grill.  Das Besondere an diesen klassischen Toastern war, dass man das Brot erst von der einen und dann von der anderen Seite rösten musste und dabei die ganze Zeit ein Auge darauf halten, denn eine Automatik gab es natürlich nicht. Deshalb gehörte der Sound des Toastkratzens, wenn er mal wieder zu dunkel geraten war, über Jahrzehnte zum Morgenritual im Vereinigten Königreich. 

Neben dem gerösteten Brot hat „toast“ noch eine zweite Bedeutung, die wir ebenfalls ins Deutsche übernommen haben: „Ein Toast auf das Brautpaar!“. Was haben Trinksprüche mit Weißbrot zu tun? Angeblich war es in früheren Jahrhunderten Sitte, in den Wein ein Stückchen verbranntes Brot oder sogar Holzkohle zu legen, um die Säure zu binden. Auch heute wird ja noch medizinische Kohle bei Magenproblemen genommen.


 

 

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