Die feine englische Art

Mehr als Romantik


Mehr als Romantik

Es naht schon der Valentinstag, das Fest der Romantik. Die Woche davor – vom 7. bis 14. Februar – wird in Großbritannien und seit einigen Jahren auch in Deutschland, der Schweiz und vielen anderen Ländern als „Marriage Week“ gefeiert. Dieses Ereignis wurde von dem Briten Richard Kane erfunden; Premiers John Major und dann Tony Blair übernahmen zum Auftakt jeweils gemeinsam mit ihren Ehefrauen Norma Major und Cherie Blair die Schirmherrschaft. Wie Kane erklärt, kam ihm die Inspiration im Baumarkt – als er sah, wie viel die Menschen in ihre Häuser und Wohnungen investieren, um sie in Schuss zu halten, aber oft vergleichsweise wenig in ihre Beziehungen, die diese Räume erst mit Leben und Liebe füllen.

Die Idee dahinter ist also, die Ehe zu feiern und Leute zu ermutigen, ihr Ja-Wort nicht zurückzunehmen, wenn Probleme auftreten. Dazu sollen gute Kommunikation, Verständnis füreinander, aber auch Spaß und gemeinsame Aktivitäten beitragen.  Die Marriage Week wird je nach Land von unterschiedlichen Organisationen getragen, Ehe- und Familienberatungsstellen gehören dazu, Geschäftsleute und Vereine. Die Vorschläge, was man während dieser Woche anbieten oder woran Paare teilnehmen können, reichen von Gesprächskreisen, Kursen, gemeinsamen Kochabenden bis zum „Candlelight Dinner“ in diversen Restaurants (kleiner Exkurs für Sprachfans: Im Englischen heißt es „candlelit dinner“, weil das Partizip verwendet wird, also „kerzenbeleuchtets Essen“. Aber gemeint ist dasselbe …). In Deutschland liegt die Schirmherrschaft dieses Jahr bei dem Schauspielerpaar Sarah Elena Timpe und Samuel Koch; die beiden haben 2016 geheiratet. Mehr auf www.marriage-week.de oder – für Verliebte aus der Schweiz – auf http://marriageweek.ch 

Abschluss und Highlight der Woche ist dann der Tag der Verliebten, der 14. Februar, den man mit liebevoll ausgesuchten Geschenken oder einer Verabredung feiern kann oder nur mit Zeit zu zweit, ob verheiratet oder nicht. Der Valentinstag wird in Großbritannien schon seit dem Mittelalter begangen und ist keineswegs eine Erfindung der Blumenhändler, wie oft gelästert wird. Valentin, nach dem er benannt ist, gilt als Schutzheiliger der Liebenden. Er war (vermutlich) ein früher römischer Bischof, der zum Märtyrer wurde – auch deshalb, weil er verbotenerweise Paare getraut hatte. Der 14. Februar ist übrigens der Tag seiner Hinrichtung (im Jahre 269 oder 270 oder auch 273; die Angaben variieren). Was ja nicht gerade ein erfreulicher Anlass war. Trotzdem wird der Tag heute in vielen Ländern gefeiert, neuerdings sogar in China. Der Brauch, sich anonyme, mit Herzchen und Blumen verzierte Karten zu schicken, entstand im viktorianischen England und ist noch heute lebendig.

Unsere Geschenkvorschläge zum Valentinstag finden Sie hier! 


 

 

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