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Christmas Mess

Für Christmas Mess braucht man Baiser!

Für Christmas Mess braucht man Baiser!

Das traditionelle Weihnachtsdessert in Großbritannien ist natürlich der Christmas Pudding, aber dabei bleibt es meistens nicht. Viele Hausfrauen, Hausmänner, Hobbyköche und Co. betrachten es als Ehrensache, noch eine Alternative anzubieten, und Profis ja sowieso. In einem Restaurant in Sherborne, Dorset, haben wir einmal ein „Christmas Mess“ probiert, das sehr lecker war. Der Name ist mit „Weihnachtsdurcheinander“ nur unzureichend übersetzt. Es handelte sich um eine Variation des Sommerdesserts Eton Mess, das üblicherweise aus Schlagsahne, Erdbeeren und zerdrückten Meringuen (auch Baiser genannt) besteht. Und das wiederum ist nach der feinen Jungsschule Eton benannt, wo es beim Elternnachmittag serviert wird. Es heißt „mess“, weil es nicht säuberlich geschichtet ist, sondern lässig ineinandergerührt – irgendwie durcheinander halt, was aber keine Rückschlüsse auf die Schule zulässt. Die legt nämlich viel Wert auf Disziplin und Ordnung, sagt man, und die Schüler tragen Frack.

Die Weihnachtsversion nun besteht aus Kirschen, die in „mulled wine“, sprich Glühwein, mariniert wurden. Wir haben das mit verschiedenen Methoden getestet. Die einfachste ist diese: Ein Glas Schattenmorellen mit Saft in ein Töpfchen geben, erhitzen und einen Beutel Glühweingewürz hinzufügen, vom Feuer nehmen und eine Stunde ziehen lassen.  Inzwischen eine Handvoll fertig gekaufter Meringuen (sechs bis acht kleine Exemplare oder ein großes) in einen Gefrierbeutel geben, mit der Teigrolle ein bisschen darauf herumklopfen, so dass sie in nicht zu winzige Teile zerbrechen. 300 Milliliter Sahne steif schlagen. Die Kirschen abtropfen lassen. Erst die Meringuen, dann die Kirschen flüchtig unter die Sahne heben, dabei kommt es nicht auf gleichmäßige Verteilung an! Mit etwas Zimt bestreuen und gleich servieren.  

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