Die feine englische Art

Dianas 20. Todestag


Dianas 20. Todestag

Ein Telefonanruf von Freunden? Eine Durchsage im Radio? Der Fernseher? Viele Leute erinnern sich, wer oder was ihnen vor zwanzig Jahren die Nachricht von Dianas Tod übermittelt hat und was sie da gerade gemacht haben. Bei manchen Ereignissen ist das so, aber meist sind es solche von großer Tragweite. Der Unfall einer jungen Frau und Mutter, so traurig er auch ist, gehört eigentlich nicht in diese Kategorie. Würde man meinen.

Was sich dann aber in den nächsten Tagen in Großbritannien abspielte, brachte die Welt zum Staunen. Die sonst so beherrschten Briten, jedenfalls ungewöhnlich viele von ihnen, ließen alle Kühlheit und auch die Ironie, mit der sie sich sonst schützen, sausen. Zu Tausenden strömten sie zum Buckingham Palace, um Blumen niederzulegen und tränenreich einer schönen Prinzessin zu gedenken, deren Leben leider kein Märchen war, obwohl es eine Zeitlang so schien. Das Königshaus geriet zum ersten Mal seit Jahrzehnten – seit der Abdankung Edwards VIII. – in Bedrängnis.  Letztlich musste die Queen einlenken und doch noch eine Rede halten, die ihre Ex-Schwiegertochter würdigte. Das war auch eigentlich nicht zuviel verlangt, verdankt sie Diana doch zwei Enkelsöhne. Inzwischen sind die beiden Jungs zu netten Männern herangewachsen, und Harrys frühere Eskapaden kann man angesichts seiner Familiengeschichte wirklich verzeihen.

Dianas Leben war so, wie man es sich eigentlich gar nicht auszudenken wagt, voller seltsamer Zufälle, Glanz und Elend, großer Gefühle von Liebe, Hass und Rache – all dies vor den Augen einer sehr interessierten Öffentlichkeit. Am Ende stand ein verfrühter Tod, der sich hätte vermeiden lassen, wenn der Fahrer nüchtern, die Fotografenmeute zurückhaltender und das Paar auf dem Rücksitz angeschnallt gewesen wäre. Eine traurige Geschichte, wirklich. Diana wäre heute 56, eine junge Oma zweier Enkelkinder. 


 

 

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