Sprachecke

05.09.2012

Namen in der Alltagssprache

Heute schon gegoogelt? Wahrscheinlich. Auch schon gehoovert? Wahrscheinlich nicht. Die deutsche Sprache nimmt Firmen- und Eigennamen etwas zögerlicher auf als die englische. Egal, von welcher Firma der Staubsauger ist: Er heißt in Großbritannien und natürlich auch in den USA „hoover“ und hat sogar sein eigenes Verb, „to hoover“. Weitere Beispiele sind „tarmac“ (nach der britischen Herstellerfirma) für Asphalt oder „mac“ für den Regenmantel – benannt nach Charles Macintosh, der wasserfestes Tuch...weiterlesen


20.08.2012

Jack – der Name, der immer passt

Jack mit Union Jack

Eine Freundin aus Yorkshire hat ihren Sohn Jack genannt. Damit ist sie nicht allein, „Jack“ – Koseform von „John“ und somit im Prinzip „Hans“ – ist einer der beliebtesten Jungennamen in Großbritannien, je nach Quelle rangiert er auf Platz zwei oder drei. Warum haben die Eltern einen so gängigen Namen gewählt? „Short and sweet“, sagt die glückliche Mutter – wie der Kleine selbst.



Aber Jack ist ja nicht nur als Vorname häufig, nein, die englische Sprache verwendet das Wort...weiterlesen


26.07.2012

Was sind "Copycats"?

Urheberrechte sind ein sehr aktuelles und kontroverses Thema. In der Diskussion begegnet uns öfter ein schönes Wort aus der englischen Umgangssprache: „Copycat“.

Als „Copycats“ gelten zum Beispiel Cover-Bands, die unerlaubt die Lieder anderer Bands aufnehmen und ins Internet stellen, bevor diese Songs überhaupt offiziell auf dem Markt sind. Das geht ja nun wirklich nicht!

Die „Kopierkatze“ ist ganz grundsätzlich jemand, der andere nachahmt, und wenn Sie diesen Ausdruck...weiterlesen


11.06.2012

Football, Foosball, Soccer

Football, Foosball, Soccer

Es wird langsam Zeit, über Fußball zu sprechen.

Angeblich ist dieser schöne Sport ja auf den Britischen Inseln erfunden worden, wobei sich die Engländer und die Schotten um die Urheberrechte streiten. Eine frühe Erwähnung stammt jedenfalls aus Schottland, leider gleich in negativem Kontext, denn König James I. „forbiddes“ 1424 das Spielen von „fut ball“. Warum er es verbot, wissen wir nicht, aber vermutlich war es zu gewalttätig. Und das damals, als das Wort Hooligan noch nicht...weiterlesen


08.05.2012

Alles in Scherben

Shambles, York

Streitkultur und Sprachkultur sind zweierlei, aber manchmal passen sie ganz gut zusammen. Hickhack im britischen Parlament hat einen neuen Begriff geprägt, der plötzlich in aller Munde ist: „omnishambles“.



Die Stadt York hat eine kleine Gasse namens „The Shambles“. Es ist eine besonders hübsche und saubere Gasse mit alten Häuschen, und deshalb verwundert es, dass sie so heißt – „shambles“ bedeutet „Scherbenhaufen“ oder „hoffnungsloses Durcheinander“. Der Begriff erlebt...weiterlesen


02.04.2012

Die Tücken der englischen Sprache: Liegen und lügen

Lamm

„The lamb lies down on Broadway“ heißt ein alter Song von Genesis. Aber stimmt das überhaupt? Muss das nicht vielleicht heißen „lays down on Broadway“? Und wenn sich das Lamm in der Vergangenheit auf den Broadway gelegt hat:  „lied?“ „layed“? „has lain?“ „has laid“? Wenn Sie es nicht genau wissen, sind Sie in bester Gesellschaft. Auch die Briten benutzen die Wörter „lay“ und „lie“ oft falsch – aber Genesis nicht! Das war ja auch eine hochintellektuelle Band. Im Gegensatz dazu hat Bob...weiterlesen


09.03.2012

Sprachecke: Pseudoenglisch

Es gibt im Deutschen englische Wörter, die sind gar keine – allen voran das Handy, das anderswo „mobile“ oder „cell phone“ heißt. Oder der Showmaster (noch absurder: Showmasterin), auf Englisch „host“. Für Wellness fällt uns gar kein englisches Wort ein, jedenfalls heißen die Wellness-Oasen Großbritanniens „spas“. Auch der Dressman („model“), der vielleicht einen Smoking („tuxedo“) trägt, ist eine deutsche Wortschöpfung. Neulich hat uns jemand erzählt, Mobbing sei in Großbritannien unbekannt,...weiterlesen