Sprachecke

07.11.2013

Von Gift und Gaben, vergiften und vergeben

Garantiert kein Gift!

Nun wird es langsam Zeit, sich über die Weihnachtsgeschenke Gedanken zu machen. Wer gern mal in englischen Zeitschriften blättert oder auf englischen Websites stöbert, der stößt jetzt immer wieder auf den Ausdruck „the perfect gift“ und dergleichen. Da wir alle gut aufgepasst haben im Englischunterricht, wissen wir natürlich, dass „gift“ Geschenk heißt und nicht etwa Gift... aber wie kommt es eigentlich zu diesem besonders tückischem „falschen Freund“?

Gemeinsame Wurzel ist sicher...weiterlesen


20.09.2013

Sprachecke: selfie

Wissen Sie, was ein "selfie" ist? Das ist ein Foto, das man von sich selbst aufnimmt, üblicherweise mit einem Handy und dem Ziel, es bei Facebook einzustellen. Wenn Sie also Menschen sehen, die ihr Mobiltelefon auf Armeslänge in die Höhe halten und je nach Typ verschmitzt, fröhlich oder bierernst dreinschauen – dann machen die gerade "selfies". Im Oxford Dictionary steht das Wort noch nicht, angeblich aber auf der Prüfliste, Wikipedia war natürlich schneller. Ob "selfies" nun eine gute Idee...weiterlesen


25.06.2013

O Mist!

Homophone, Mist

Neulich war gerade das Nachbarskind zu Besuch, als "Mull of Kintyre" im Radio lief. Obwohl schon etwas angejahrt, stieß das Lied beim jungen Publikum auf Begeisterung. Jedes Mal, wenn Paul McCartney "O mist rolling in from..." sang, kicherte das Nachbarskind. "Wir haben ein Lied über Mist gehört", informierte es seine Mutter beim Abholen. So schnell ist er verspielt, der Ruf als seriöser Babysitter. "Mist" heißt Dunst, Nebel oder Hauch und klingt im Englischen romantisch und geheimnisvoll....weiterlesen


30.05.2013

Das ist ja total untertrieben!

Queen Victoria

Die Queen wird oft als „not amused“ zitiert. Vermutlich sagt sie das nie, denn der Ausspruch stammt eigentlich von Queen Victoria, und auch hier ist ungewiss, ob er ihr nur in den Mund gelegt wurde. Aber eins stimmt in jedem Fall: Der Engländer oder die Engländerin neigt zur Untertreibung. Deshalb heißt „she is not amused“ wörtlich zwar „sie ist nicht amüsiert“, in Wirklichkeit aber: „Sie findet das ganz, ganz schrecklich und ist darüber empört.“



Warum die Engländer...weiterlesen


24.05.2013

Ain´t no sunshine...

...when she´s gone. So heißt ein bekannter (und sehr schöner) Song von Billy Withers. Sonnenschein hatten wir ja reichlich in letzter Zeit, also muss "sie" wohl zu Hause sein, nicht wahr? Aber darüber wollten wir gar nicht spekulieren, sondern uns das "ain´t" angucken. Wenn man sich Songtexte, seien sie aus Großbritannien oder aus Amerika, mal genauer anhört, wird man feststellen, dass "ain´t" dort die gängige Form der Verneinung ist. "Ain´t nobody white can sing the blues", "Ain´t no other man...weiterlesen


29.04.2013

Von A bis Z, ganz spielerisch

Auch Kinder, die ihre Computersoftware selber schreiben könnten, haben eine Schwäche für „Stadt, Land, Fluss“ – ein einfaches Spiel, für das sie nur Block und Stifte brauchen sowie eine Uhr (oder ein Handy). Es verkürzt Wartezeiten, Zugfahrten, verregnete Sonntage und hat dazu natürlich den pädagogisch wertvollen Nebeneffekt. Wer´s einmal kapiert hat, weiß sein Leben lang, dass Kongo und Hase prima als Flüsse durchgehen! Wir haben uns, gerade auch als Gastgeber für englische Freunde mit...weiterlesen


02.04.2013

Von Keksen, Cakes, Cookies und Biskuits

Keks, Biskuit oder Cookie?

Der geklaute güldene Leibnizkeks aus Hannover hat es auch in die britische Presse geschafft - nicht zuletzt deshalb, weil sich das Wortspiel "that takes the biscuit" ("das ist ja wohl die Höhe!") geradezu anbietet. Dass aber das Wort "Keks" eigentlich die eingedeutschte Version von "cakes", Kuchen, ist - das ist den britischen Journalisten entgangen. Es war auch genau jene Hannoveraner Firma, die den Begriff prägte. Auf den ersten Bahlsen-Dosen stand noch...weiterlesen