Sprachecke

19.09.2016

Piratenslang

Wie reden eigentlich Piraten? Im Deutschen ist diese Frage schwierig zu beantworten, außer einer „Buddel voll Rum“ und dem Klabautermann fällt einem spontan nicht viel ein an Vokabular. Anders im Englischen. Ein Pirat sagt zum Beispiel niemals „yes“, sondern immer „aye“ und auch selten „you“, sondern „ye“, und statt „my“ sagt er „me“. Frauen nennt er „me pretty“ oder „me beauty“ oder „me hearty“, was alles nicht als Kompliment zu verstehen ist, eher als Einschüchterung.  Außerdem rollt er...weiterlesen


31.08.2016

Tun und machen

„Make“ oder „do“? Das ist eine ganz häufige Fehlerquelle nicht nur für Schulkinder, die Englisch lernen und gern mal schreiben „I made my homework“. Falsch! Das muss „did my homework“ heißen.  Gemeinerweise gibt es auch noch die Kombination „to make do“, und die hat eine ganz eigene Bedeutung. Grundsätzlich gilt: „Make“ ist häufiger richtig als „do“, aber das hilft ja auch nur bedingt weiter. Zum Beispiel wird es verwendet für alles, was hergestellt wird und dann körperlich vorhanden ist:...weiterlesen


03.12.2015

Kissen-Wissen

Kissen sind gemütlich, weich und im besten Fall auch schön, deshalb haben wir ja die Kissen-Woche ausgerufen. Aber sie sind nicht alle gleich, schon gar nicht im Englischen. Da gibt es zwei sprachliche Tücken, nämlich erstens den Unterschied zwischen „pillow“ und „cushion“ ganz generell. Und zweitens die Aussprache .

Grundsätzlich gilt: Wenn wir nachts unser müdes Haupt auf ein Kissen betten, dann ist das ein „pillow“ und nichts anderes. Deshalb ist „Bettgeflüster“ auch „pillow...weiterlesen


11.11.2015

Cheers, mate!

Cheers

Wer beim Wort „cheers“ an alkoholische Getränke und Trinksprüche denkt, liegt völlig richtig. Wie aber jeder Großbritannienreisende früher oder später merkt, hat dieses Wörtchen auch noch ein bis zwei andere Bedeutungen. Es ist ein salopper Ausdruck für „danke“ und heißt außerdem „tschüss“. Kurz gesagt: Wir begegnen ihm in allen Lebenslagen. Das Ur-Wort all dieser Bedeutungen ist „cheer“, Freude, Beifall oder auch Jubel. „To cheer someone up“ heißt: jemanden aufmuntern, „to cheer someone on“...weiterlesen


16.01.2015

Hinter diesen Mauern…

My Home Is My Castle

„My home is my castle“ ist einer der bekanntesten englischen Sprüche. Was stellen wir uns darunter vor? Dass sich Engländer ihr Zuhause besonders liebevoll und schön einrichten, so fürstlich, wie´s eben geht? Dass sie eine Schwäche für historische Wohnhäuser haben? Dass sie gemäß dem Motto „trautes Heim, Glück allein“ am liebsten in den eigenen vier Wänden sind?

Alle drei Behauptungen treffen zwar auf die englische Gesellschaft zu. Trotzdem hat das Sprichwort einen ganz anderen...weiterlesen


12.01.2015

Fein, feiner, am feinsten: Was bedeutet „posh“?

Pound, Geld, Posh

Wer in Großbritannien essen geht, findet auf so mancher Speisekarte Wörtchen „posh“: posh fish and chips, posh mushrooms…Es heißt „vornehm“ und soll andeuten, dass es sich hier um eine besonders gelungene Zubereitung aus besten Zutaten handelt. So wird der Fisch bei den Chips vielleicht Lachs sein, und im Pilzragout schwimmen Steinpilze statt langweiliger Champignons. Eigentlich bezieht sich „posh“ aber auf Menschen der Variante „gut gekleidet, gut erzogen“. Als Faustregel darf im...weiterlesen


29.12.2014

Twixmas – zwischen den Jahren

twixmas

Eigentlich dauert die Weihnachtszeit (nicht nur) in Großbritannien zwölf Tage und endet am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Doch dem Gefühl nach ist das schönste Fest des Jahres am 27. Dezember vorbei. Da räumen dann auch viele Leute schon den Weihnachtsbaum weg. Die Zeit, die wir etwas unpräzise „zwischen den Jahren“ nennen, heißt auf den Britischen Inseln „Twixmas“. Dieser noch recht neue Begriff hat nichts mit Schokoriegeln zu tun, sondern setzt sich zusammen aus Christmas oder Neu-Englisch...weiterlesen