Sprachecke

24.01.2017

Stadtmenschen, Teil zwei: Die Geordies

Wer aus Newcastle upon Tyne stammt, ist ein Geordie und froh darüber. Dieser Menschenschlag spricht einen eigenen Dialekt, der ebenfalls Geordie heißt und genauso klingt, wie die Leute hier oben im Nordosten Englands sind: freundlich, aber deutlich (weniger von der Aussprache als von der Aussage her…).  Sie halten nicht hinter dem Berg mit ihrer Meinung, finden Vornehmtuerei albern und haben das Herz auf dem rechten Fleck. Das mag ein Klischee sein, klar, aber das Schöne an Klischees ist...weiterlesen


19.01.2017

Stadtmenschen, Teil eins: Die Scouser

Liverpool ist eine der interessantesten Städte Großbritanniens und hat so ziemlich alles erlebt: bescheidene Anfänge, Aufschwung und gewaltigen Reichtum ab dem 17. Jahrhundert, sogar Weltbedeutung als Handelshafen (leider, man darf es nicht verschweigen, auch für den Sklavenhandel). Später Kriegszerstörung, dann einen beispiellosen kulturellen Schub mit den Beatles und Co., aber auch wirtschaftlichen Niedergang in den unruhigen 1970ern. Heute hat die Stadt viele Gesichter, schön restaurierte...weiterlesen


30.12.2016

Das Jahr im Wort

Sprache lebt und ist immer auch ein Spiegel ihrer Zeit. Anders als beispielsweise die Gesetzgebung, die hinter neuen Entwicklungen herhinkt, sind neue Wörter schnell zur Stelle und breiten sich, wenn sie passen, rapide aus. Deshalb hat das Oxford Dictionary jetzt auch den Begriff „Brexit“ offiziell aufgenommen, nach einer nur sehr kurzen Prüfzeit. Denn eigentlich sind die Gralshüter der englischen Sprache da sehr vorsichtig. Sie wollen keine Eintagsfliegen im Wörterbuch! Brexit jedoch wird...weiterlesen


08.11.2016

Bitte recht freundlich

Kind vs. Friendly

Bald ist „Kindness Day“, Tag der Freundlichkeit (am 13. November). Da sollen wir alle ganz liebevoll miteinander umgehen und dies nach Möglichkeit auch beibehalten, wenn die Uhr auf Mitternacht springt. Denn echte, von Herzen kommende Freundlichkeit verschönert uns allen den Alltag und ist auch noch gut für die Gesundheit, die eigene und die des Empfängers. Lauter gute Gründe! In Großbritannien kümmert sich eine eigene Organisation, Kindness UK, um das freundliche Miteinander. Sie gibt viele...weiterlesen


19.10.2016

Sorry, sorry!

Sorry, sorry

Das Wörtchen „sorry“ muss eines der am häufigsten gebrauchten in der englischen Sprache sein, jedenfalls in England. Es passt eigentlich immer. Tritt man jemandem auf den Fuß, sagen beide – Opfer und Täter – „sorry“, oft gleichzeitig. Jeder unbeabsichtigte Rempler wird (auch) vom Angerempelten mit einer Entschuldigung quittiert. Das ist ein Reflex und heißt nicht, dass Engländerinnen und Engländer sich häufiger schuldig fühlen als Angehörige anderer Völker, aber sie haben von klein auf gelernt,...weiterlesen


19.09.2016

Piratenslang

Wie reden eigentlich Piraten? Im Deutschen ist diese Frage schwierig zu beantworten, außer einer „Buddel voll Rum“ und dem Klabautermann fällt einem spontan nicht viel ein an Vokabular. Anders im Englischen. Ein Pirat sagt zum Beispiel niemals „yes“, sondern immer „aye“ und auch selten „you“, sondern „ye“, und statt „my“ sagt er „me“. Frauen nennt er „me pretty“ oder „me beauty“ oder „me hearty“, was alles nicht als Kompliment zu verstehen ist, eher als Einschüchterung.  Außerdem rollt er...weiterlesen


31.08.2016

Tun und machen

„Make“ oder „do“? Das ist eine ganz häufige Fehlerquelle nicht nur für Schulkinder, die Englisch lernen und gern mal schreiben „I made my homework“. Falsch! Das muss „did my homework“ heißen.  Gemeinerweise gibt es auch noch die Kombination „to make do“, und die hat eine ganz eigene Bedeutung. Grundsätzlich gilt: „Make“ ist häufiger richtig als „do“, aber das hilft ja auch nur bedingt weiter. Zum Beispiel wird es verwendet für alles, was hergestellt wird und dann körperlich vorhanden ist:...weiterlesen