Norfolk Logbuch

18.07.2012

Norfolk-Logbuch, Eintrag 8: Abschied

Somerleyton Hall

Letzter Tag. Wir fahren mit dem Bus – weil´s schneller geht – ins Herrenhaus Somerleyton Hall und lassen uns herumführen. Aber man kann hier ganz in der Nähe auch mit dem Boot anlegen. Das Haus ist ein echt englischer Adelssitz, prunkvoll eingerichtet, mit einer schönen Bibliothek. Allerdings ist es trotz sonnigen Wetters eiskalt in den Räumen, und wir können uns nicht vorstellen, wie die kleinen Kamine die riesigen Zimmer im Winter wärmen sollen. Wahrscheinlich gar nicht, Engländer sind ja...weiterlesen


17.07.2012

Norfolk-Logbuch, Eintrag 7: Der neue Mitfahrer

Der neue Mitfahrer

Schon den ganzen Tag haben wir einen Mitfahrer, eine kess dreinblickende Ente. Sie ist aufs Boot geflogen, hat sich neben den Steuermann gesetzt und schielt nach der Keksdose, die auf dem Tisch steht. Das ist der Nachteil unseres Cabrioboots! Aber natürlich kriegt der Passagier auch etwas ab, und deshalb bleibt er uns treu. Ab und zu watschelt das liebe Tier einmal rund ums Boot. Abends, als wir am Dorf Ludham ankommen und dort das Pub King´s Arms aufsuchen, verlässt uns die Ente. Ihr...weiterlesen


16.07.2012

Norfolk-Logbuch, Eintrag 6: Windmühlen und Transportsegler

Windmühle

Hier stehen mehr Windmühlen als in Holland. Manche sind noch intakt, andere nur noch Ruinen, keine erfüllt mehr ihren Zweck. Sie wurden gebaut, um das Land zu entwässern, damit die Schafe und Rinder, die zwischen den Wasserstraßen glücklich grasen, keine nassen Hufe kriegen. Heute übernehmen elektrische Pumpen den Zweck. Sicher effektiver, „aber irgendwie auch Quatsch“, sagt uns ein Einheimischer. „Der Strom wird da drüben im Windpark produziert, und unsere Windmühlen stehen still.“ Besonders...weiterlesen


13.07.2012

Norfolk-Logbuch, Eintrag 5: Das Museum in Stalham

The Museum of the Broads Stalham

In Stalham schauen wir uns das „Museum of the Broads“ an und erfahren alles über diese einzigartige Natur-Kultur-Landschaft. Dass sie vom Menschen geschaffen ist, überrascht uns jetzt aber nicht mehr wirklich, denn wir hören es schon mindestens zum fünften Mal. Das Museum hat fast kein Budget und schafft es mit ehrenamtlicher Hilfe, trotzdem sehenswerte Ausstellungsstücke wie zum Beispiel eine Original-„Wherry“ – ein Transportboot aus alter Zeit – zu beschaffen und zu konservieren....weiterlesen


12.07.2012

Norfolk-Logbuch, Eintrag 4: Das Sutton Staithe Hotel

Frühstück auf Deck

Abends gehen wir aus und essen im „Sutton Staithe Hotel“. Die Kellnerin ist unglaublich nett und sagt in jedem Satz „thank you, love“. Süß! Noch süßer ist nur das Banoffee Pie, eine köstliche englische Erfindung, deren Hauptbestandteile karamellisierte Dosenmilch und Bananen sind. Schmeckt viel besser, als es klingt!



„Staithe“ heißt übrigens schlicht „Anlegestelle“. Das Wort hat, wie manches im hiesigen Dialekt, seine Wurzeln in der Wikingerzeit.

Leider hatten...weiterlesen


11.07.2012

Norfolk-Logbuch, Eintrag 3: Ranworth und How Hill

Achtung: Enten kreuzen

Wir legen in Ranworth an und kraxeln den Turm der Dorfkirche St. Helen hinauf – eine steile Wendeltreppe und zwei Hühnerleitern. Es lohnt sich, von oben schauen wir in die endlosen Weiten. Am Horizont sehen wir einen Windpark. Unten im Kirchlein haben sich inzwischen ehrenamtlich tätige Damen aus dem Dorf eingefunden, die uns die Kunstschätze erklären: eine geschnitzte gotische Trennwand zum Altarraum und ein „Antiphonar“, ein mittelalterliches, von Mönchen herrlich illustriertes Gesangbuch....weiterlesen


10.07.2012

Norfolk-Logbuch, Eintrag 2: Die Norfolk Broads

Ihre Autorin am Steuer

Sonne! Nick erzählt uns, es habe die letzten Wochen fast nur geregnet, wir haben also Glück. Unser Boot hat ein Cabriodach, wir kurbeln es auf und frühstücken open air. Der Tee schmeckt wunderbar englisch, das Weißbrot auch...



Es folgen erste Fahrversuche. Erkenntnis Nummer eins: Hausboote reagieren träge. Sehr träge. Der eifrige Anfänger sucht das Boot in der Mitte des Flusses zu halten, plötzlich naht das Ufer, er lenkt hektisch, es tut sich nichts. Dann merkt er, dass...weiterlesen