Kulinarisches

12.01.2017

Simnel Cake: Früchtekuchen mit Geschichte

Er ist fast zu schön zum Aufessen (aber glücklicherweise nur fast…): Der Simnel Cake, von einer Marzipandecke und elf Marzipankugeln gekrönt, gehört zu den klassischen Kuchen der britischen und auch irischen Küche. Er kommt in der Osterzeit auf den Tisch, aber ursprünglich war er für den Muttertag gedacht. „Mothering Sunday“ ist auf den Britischen Inseln nicht im Mai, sondern drei Wochen vor Ostern. Im 18. und 19. Jahrhundert, als viele Menschen noch als Hausangestellte arbeiteten, brachten...weiterlesen


10.01.2017

Blubber und Quietsch

Auf einer Rangliste der englischen Gerichte mit den seltsamsten Namen stünde „bubble and squeak“ weit vorn (wahrscheinlich knapp hinter „toad in the hole“, Kröte im Loch). „Blubber und Quietsch“ oder „Sprudel und Quietsch“, wie man es auch übersetzen könnte, ist eine typische Resteverwertung. Übrig gebliebener oder auch frisch gekochter Kartoffelbrei ist die Hauptzutat dieser winterlichen Speise, und dazu muss irgendetwas aus der Kohlfamilie, entweder Rosenkohl oder Wirsing oder Grünkohl, das...weiterlesen


15.12.2016

Christmas Tea

Kaffee, Plätzchen und Stollen sind etwas Wunderbares. Aber warum nicht mal zu einem festlichen Afternoon Tea einladen? Man kann es den Briten nachmachen und dabei für einen guten Zweck sammeln, also ausdrücklich auf Mitbringsel verzichten und stattdessen um Geld bitten für etwas, das einem am Herzen liegt. Das lohnt sich natürlich erst ab einer gewissen Gästezahl. Ein klassischer Afternoon Tea besteht ja aus drei Komponenten (neben Tee natürlich): Sandwiches, Scones, Kuchen. Damit es...weiterlesen


16.11.2016

Wie rührend!

Stirring the Christmas Pudding von Henry Woods, 1881

„Stir-up Sunday“ heißt der letzte Sonntag vor dem Advent, diesmal also der 20. November – ein besonderer Tag in Großbritannien. Denn wer seinen Christmas Pudding selbst machen will, der rührt die Mixtur an diesem Tag an. Gleiches gilt auch für den Christmas Cake, den üppigen Früchtekuchen. Beide brauchen nach dem Garen im Wasserbad bzw. dem Backen noch einige Wochen zum Reifen, damit sie so richtig gut schmecken. Serviert werden sie am Ersten Weihnachtsfeiertag, der Pudding als Nachtisch nach...weiterlesen


03.11.2016

Rezepte zum „Guy Fawkes Day“

Geröstete Kastanien, Guy Fawkes Day

Die Briten essen gern im Freien, daher geht die Picknicksaison im Prinzip von März bis Oktober. Dann aber, im November, ergibt sich eine weitere Gelegenheit: Bonfire Night oder auch Guy Fawkes Day am 5. November. Vor einem großen Freudenfeuer („bonfire“) und beim Anblick spektakulären Feuerwerks schmeckt es auch bei kühlem, feuchtem Wetter. Eigentlich ist die Tatsache, dass der katholische Mr. Fawkes 1605 bei der Planung eines Attentats auf den protestantischen König und aufs Parlament...weiterlesen


21.10.2016

An apple a day…nicht nur am Apple Day

Apple-Day

Über das englische Wetter kann man streiten, aber Äpfel finden es einfach toll. Kein anderes Land Europas hat so viele und auch so gute Züchtungen hervorgebracht wie England. Zu den berühmtesten und besten Sorten gehört der Cox in allen Variationen und der Bramley, der ideal ist zum Backen und Kochen. Am 21. Oktober ist Apple Day im Vereinigten Königreich, dann laden Apfelbauern, aber auch National Trust und Cider-Keltereien zu Besichtigungen und großem Programm ein. Ursprünglich stammt der...weiterlesen


17.10.2016

Hutträger in der Küche

Pfifferlinge

Bald ist sie schon wieder vorbei, die Pilzsaison. Aber noch gibt es frische Waldpilze zu kaufen oder – für Kenntnisreiche – selbst zu sammeln. In Großbritannien heißen solche Köstlichkeiten „wild mushrooms“, im Gegensatz zu den gezüchteten Varianten, die einfach „mushrooms“ genannt werden. In beiden Fällen ist es egal, um welche Sorte es sich handelt, „mushroom“ ist „mushroom“!  Wird doch ein Fachausdruck verwendet, so ist er gern französischen oder italienischen Ursprungs, Pfifferlinge...weiterlesen