Kulinarisches

22.05.2018

Die Woche der Tomate

Im Deutschen kann man Tomaten auf den Augen haben oder eine treulose Tomate sein – komisch, dass etwas so Schönes, Rotes und Leckeres sprichwörtlich gesehen negative Bedeutung hat. Die englische Sprache ist da weniger ungerecht. Genau genommen haben wir überhaupt keine englische Redewendung mit tomato gefunden, vielleicht kennen Sie eine? In Großbritannien wird gerade die British Tomato Week gefeiert, ausgerufen von den einheimischen Produzenten. Der Zweck ist ganz klar:...weiterlesen


15.05.2018

Sandwich ohne Fleisch

Zwei wichtige Ereignisse überschneiden sich diese Woche: Bis 20. Mai läuft die National Vegetarian Week in Großbritannien, die – wie der Name vermuten lässt – fleischlose Kost fördert. Und genau am 20. Mai beginnt dann die British Sandwich Week. Da bietet es sich doch an, beide Events zugleich zu würdigen und sich ein vegetarisches Sandwich zu gönnen, oder? Viele klassisch britische Brotbeläge sind ja fleisch- oder fischlastig: Roastbeef, Hähnchen, crabmeat, Lachs in...weiterlesen


19.04.2018

Ein Tag für den Tee

Ein Tag für den Tee

Brauchen die Briten einen „National Tea Day“? Eigentlich nicht, denn jeder Tag ist Tee-Tag, jedenfalls für die meisten von ihnen. Trotzdem gibt es diesen Feiertag, er wird am 21. (und auch am 22.) April begangen mit verschiedenen Events in Tearooms und Cafés oder auch privat – meist mit dem Hintergrund, Geld für gute Zwecke zu sammeln. Absolutes Highlight ist das – Vorsicht, Wortspiel! – Fes-Tea-Val in Chiswick House in London. In dieser wunderbaren Villa im Westen der Stadt, die Besuchern auch...weiterlesen


03.04.2018

Schoko-Resteverwertung: Tiffin Cake

Schoko-Resteverwertung: Tiffin Cake

Na, alle Schoko-Ostereier aufgegessen? Falls nicht, kommt unser Kuchenrezept gerade recht. „Tiffin“ ist die englische Variante des „Kalten Hunds“, nur besser (finden wir jedenfalls! Man darf gern anderer Meinung sein…). Dieser Schokoladenkuchen jedenfalls wird nicht gebacken, sondern im Kühlschrank fest und schmeckt sehr lecker. Woher der Name kommt, ist unklar. Ein „tiffin“ ist eine Art Lunchbox, und vielleicht heißt der Kuchen nur deshalb so, weil er sich leicht transportieren lässt, es sei...weiterlesen


06.03.2018

Gaumenschmeichler, Zungenbrecher: Hugh Fearnley-Whittingstall

„Drei gute Dinge auf dem Teller“ von Hugh Fearnley-Whittingstall

Seine Rezepte sind super: unkompliziert und raffiniert zugleich. Aber dieser Name! Hugh Fearnley-Whittingstall, das rollt nicht gerade von der Zunge. Freundlicherweise hat er seine TV-Sendungen, seine Kochschule und seine vier Restaurants – kurz: seine Marke – nicht nach sich selbst benannt. Die firmieren alle unter „River Cottage“. Das Original-River-Cottage liegt in Dorset, war früher das Heim eines Wildhüters und lange Zeit Hughs Ferienhäuschen. Heute steht es für eine höchst erfolgreiche...weiterlesen


22.02.2018

Scharf, süß, unverzichtbar

Scharf, süß, unverzichtbar

Manche finden Zwiebeln ja zum Heulen, andere vertragen sie nicht besonders gut. Aber für die meisten von uns sind sie in vielen Gerichten unverzichtbar. Auch in traditionellen britischen und irischen Speisen haben sie einen festen Platz, zumal das ja ursprünglich rustikale und deftige Küchen sind. Ein echtes Irish Stew zum Beispiel enthält viele Zwiebeln (und Kartoffeln. Aber keinen Weißkohl). Woher Zwiebeln stammen, ist weitgehend ungeklärt. Jedenfalls gelten sie als sehr alte...weiterlesen


13.02.2018

Mrs. Crocombes Rezepte

Viktorianische Küche

Ein handgeschriebenes Kochbuch mit Rezepten der viktorianischen Ära: Diesen Schatz hat Avis Crocombe, um 1880 Köchin im hochherrschaftlichen Audley End House in der Nähe vom Cambridge, der Nachwelt hinterlassen. Die meisten Rezepte sind heute noch gut nachzukochen, wenn auch ziemlich üppig. Die Organisation English Heritage, die Audley End House erhält und für die Öffentlichkeit zugänglich macht, hat auf Youtube eine kleine Filmreihe „The Victorian Way“ geschaffen, in der Mrs. Crocombe in...weiterlesen