Die feine englische Art

Wir feiern den Yorkshire Pudding


Der erste Sonntag im Februar, diesmal also der 5., ist Yorkshire Pudding Day. Wer ihn ausgerufen hat, können wir Ihnen leider auch nicht sagen, aber ganz klar verdient ein solch beliebtes, traditionelles und typisch englisches Gericht einen eigenen Feiertag! Der Pudding, der eigentlich ein Pfannkuchen ist, gehört beim Sunday Lunch unbedingt zum Roastbeef, mindestens ein Exemplar, besser zwei. Yorkshire Pudding ist im Idealfall fluffig und knusprig und – da er nach dem Backen wieder ein bisschen zusammensinkt – zur Hälfte hohl, so dass man die Bratensauce hineingießen kann.

Die ältesten Rezepte für Yorkshire Pudding stammen aus dem 18. Jahrhundert, aber schon vorher war diese aus Teig, Mehl und Milch zusammengemixte Beilage bekannt, sie hieß bloß „dripping pudding“. Heute ist der Yorkshire Pudding fast immer rund und klein, aber ursprünglich wurde der Teig in eine große Form gefüllt und unter den Bratenrost geschoben, so dass Fleischsaft und Fett während des Garens hineintropften. Das war natürlich eine ziemlich kalorienreiche Sache, aber in früheren Zeiten galt ja der Grundsatz: je nährstoffreicher, desto besser.  Um möglichst viele Leute satt zu bekommen, wurde der sogenannte Pudding in Stücke geschnitten und nicht zum Fleisch, sondern als eine Art Vorspeise gereicht in der Hoffnung, dass danach der größte Hunger gestillt war und der Braten für alle reichte.   

Yorkshire Pudding ist sehr schnell gemacht und gelingt eigentlich immer, sofern das Blech richtig heiß ist. Es gibt spezielle Backformen, aber ein Muffinblech ist völlig okay. Wichtig: Die Mulden mit reichlich Öl ausstreichen, dann das leere Blech im auf 220 Grad vorgeheizten Ofen erhitzen. Den Teig – unser Standardrezept: zwei Eier, je 150 Milliliter Milch und Wasser, etwas Salz, 100 Gramm Mehl, alles gut und klümpchenfrei verrührt – rasch einfüllen. Das Blech wieder in den Ofen schieben und zuschauen, wie die Yorkshire Puddings aufgehen. Nach einer Viertelstunde sind sie fertig. Man kann sie auch mal mit Pilzragout füllen, das ist fleischlos und auch lecker.

Hier noch eine Variation, die „Toad in the Hole“ – also „Kröte im Loch“ – heißt und sehr beliebt ist für ein schnelles Abendessen. Dafür dasselbe Rezept nehmen, aber ein Ei reicht; außerdem zwei Esslöffel gehackten Thymian unterrühren. Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Eine Auflaufform mit Öl ausstreichen, kleine Bratwürstchen hineinlegen (wir nehmen immer Nürnberger) und das Ganze für eine Viertelstunde in den Ofen schieben, so dass die Würstchen schon bräunen und die Form heiß ist. Nun den Teig auf einmal darübergießen, alles wieder in den Ofen schieben und eine halbe Stunde garen. Der Teig muss goldbraun sein. Dazu passt Salat. 


 

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