Die feine englische Art – The British Shop http://blog.the-british-shop.de Mon, 30 May 2016 06:53:52 +0000 de-DE hourly 1 Herzlich willkommen! http://blog.the-british-shop.de/2016/05/herzlichwillkommen/ http://blog.the-british-shop.de/2016/05/herzlichwillkommen/#respond Mon, 30 May 2016 04:26:35 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3336 Weiterlesen ]]> Briten, Haustür, FarbenDer erste Eindruck zählt, und oft wird in Wohnzeitschriften darauf hingewiesen, dass der Flur ordentlich aussehen soll. Die Briten und auch die Iren legen aber mindestens ebenso großen Wert auf den Eingang selbst, spricht die Haustür. Jeder Tourist, der in Großbritannien auf Fotomotivsuche ist, landet früher oder später auch bei den Türen: bunt lackiert, glänzend, von einem Türklopfer verziert. Und obendrüber prangt ein kleines Fenster in Fächerform, das Oberlicht.

Eine Tür aus Kunststoff oder gar Alu wäre natürlich praktischer, aber wie sieht das denn aus zu den historischen Reihenhäuschen oder den Einzelhäusern, die – selbst, wenn sie neu sind – irgendwie altmodisch wirken? Also muss es Holz sein. Der Preis für dieses Stilbewusstsein: Die Türen müssen regelmäßig nachgestrichen werden. Wer es klassisch mag, lebt hinter dunkelgrün, marine, schwarz oder weiß lackierter Tür. Sattes Rot wirkt ebenfalls vornehm. Gerade bei Reihenhäusern sind aber auch fröhliche Pastellfarben sehr beliebt.

Der Türklopfer, oft in Löwenkopfform, hat heute eher Ziercharakter. Meistens (aber nicht immer) gibt es auch eine Klingel.

Auch an der Gestaltung des Eingangs lässt sich oft erkennen, in welcher Zeit das Haus gebaut wurde. Im 18. Jahrhundert, das nach den Königen „georgianisch“ heißt, waren Säulen rechts und links der Tür  große Mode, mal komplett, mal nur als Relief angedeutet und oft weiß abgesetzt. Anfang des 19. Jahrhunderts, im sogenannten „Regency“, wird die Gestaltung wieder etwas schlichter. In der viktorianischen Zeit kommen häufig Vordächer hinzu. Später finden sich auch Glaseinsätze im Jugendstil.

Wie auch immer die Tür aussieht, eine stilvolle Fußmatte ist ein Muss. Und direkt hinter der Haustür muss eigentlich ein Schirmständer stehen. Welcome to our home!

Britische Wohnaccessoires finden Sie auch in unserem Sortiment.

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Einfach klassisch: Croquet http://blog.the-british-shop.de/2016/05/einfach-klassisch-croquet/ http://blog.the-british-shop.de/2016/05/einfach-klassisch-croquet/#respond Mon, 23 May 2016 08:49:47 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3424 Weiterlesen ]]> Croquet-SpielEin Picknick, ein Glas Pimm´s und dann ein gepflegtes Croquet-Spiel: Englischer lässt sich ein sonniger Tag nicht zelebrieren! Das Rasenspiel mit den kleinen Torbögen, den Schlägern in Hammerform und den bunten Bällen ist ein echter Klassiker. Und obwohl es natürlich sehr fair und sportlich zugeht und nicht gemogelt wird, darf der Spieler ganz regelkonform die Bälle der Gegner wegeschubsen. Wie schön!

Croquet stammt, wie die Schreibweise vermuten lässt, ursprünglich aus Frankreich, hat aber schon im 17. Jahrhundert den Weg auf die Britischen Inseln gefunden. Die Verwandtschaft zu vielen anderen Spielen, von Boule bis Golf, ist unübersehbar. Richtig populär wurde es im frühen 19. Jahrhundert, zu Zeiten Jane Austens – man sieht sie förmlich vor sich, die Damen in weißen schmalen Kleidern und Strohhut, die Herren im Gehrock, wie sie auf gepflegtem Rasen Croquet spielen, und man hört ihr höfliches Geplauder und das Klackklack der Kugeln. Croquet eignet sich aber mindestens genauso gut für fröhliche Familiennachmittage, weil schon Kinder gut mitspielen können und Freude daran haben.

Übrigens heißt der Wimbledon-Veranstalter noch heute „All England Lawn Tennis and Croquet Club“, bei der Gründung 1868 sogar nur „All England Croquet Club“! Und es gibt auch nach wie vor einen Croquet-Rasen auf dem Vereinsgelände, auch wenn zugegebenermaßen Tennis inzwischen ein wenig die Überhand hat…
Noch ein Wort zur Aussprache: Bei Croquet spricht man das T eigentlich nicht mit, obwohl es auch die Schreibweise „Crocket“ gibt, und da ist es nicht stumm. Die Briten legen, im Gegensatz zu den Amerikanern, die Betonung auf die erste Silbe, also das O.

Ein Croquetspiel und weitere Gartenspiele finden Sie auch in unserem Sortiment…

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Im Freien feiern: Gartenparty, English style http://blog.the-british-shop.de/2016/05/im-freien-feiern-gartenparty-english-style/ http://blog.the-british-shop.de/2016/05/im-freien-feiern-gartenparty-english-style/#respond Thu, 19 May 2016 08:06:24 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3418 Weiterlesen ]]> Gartenparty, English styleLet´s celebrate! Wenn der Frühling und der Sommer – wie in Großbritannien – ein bisschen unzuverlässig sind, lassen sich Gartenpartys am besten spontan feiern. Mehrwöchige Vorbereitungen und Einladungen auf handgeschöpftem Büttenpapier haben fast immer Dauerregen zur Folge, das ist leider ein Naturgesetz. Deshalb: Zeigt der Blick in die Wetter-App Sonnenschein und Wärme, dann laden wir schnell alle ein, die Zeit haben, schmücken die Terrasse ländlich-lässig und servieren leckeres, aber schlichtes Essen.

Es mag manchen männlichen Gast schmerzen, aber Gartenpartys im englischen Stil kommen ohne Grill aus. Okay, auch auf der Insel wird im Sommer gezündelt, „barbecues“ sind üblicher als früher. Aber eigentlich ist der Brite an sich kein Griller, mehr ein Picknicker. Und deshalb gehören kleine Sandwiches, panierte Scotch Eggs, mit Wurstbrät gefüllte Sausage Rolls aus Blätterteig sowie Salate und Kuchen eher dazu als saftige Steaks und Bratwürstchen. Zu trinken gibt es natürlich Pimm´s, den typisch englischen Sommerdrink, außerdem Wein und Sekt, Bier, Limonade und Cordials aus Fruchtsirup, mit Sprudel aufgefüllt. Und Tee natürlich.

Die Deko ist ungekünstelt im Country-Stil und schnell gemacht. Trinkgläser oder Milchkrüge dienen als Vasen, gefüllt mit Schnittblumen aus dem Garten oder vom Händler. Derzeit könnten das Pfingstrosen sein oder Maiglöckchen (Vorsicht, wenn Kinder mitfeiern, Maiglöckchen sind giftig) oder auch Flieder, selbst vom Busch geschnitten. Später dann ländliche Rosen mit oder ohne Lavendel. Tischdecken, sofern man sie überhaupt verwenden will, sollen entweder schlicht weiß sein oder bunt und fröhlich mit Blumen- oder Obstmotiv. Schöne Holztische brauchen nicht unbedingt eine Decke, vielleicht eher Sets. Das Geschirr darf natürlich ruhig zusammengewürfelt sein, und Stehtische kommen immer gut an.

Unverzichtbares Accessoire einer englischen Gartenparty ist „bunting“ – eine Girlande aus bunten Wimpeln. Die gibt es fertig zu kaufen, man kann sie aber auch leicht selbst basteln aus Geschenkpapier oder Stoffresten. Alternativ: Lichterketten für den Abend, aus der Weihnachtskiste gekramt und unterstützt von Teelichtern in schlichten Gläsern. Droht doch Regen, kann man einen einfachen Pavillon aufbauen und ihn vornehm „marquee“ nennen.

Die Queen gibt übrigens jedes Jahr drei Gartenpartys in Buckingham Palace und eine im Palace of Holyroodhouse in Edinburgh (dieses Jahr kommen noch weitere Festlichkeiten zum runden Geburtstag hinzu). Nicht selten regnet es, siehe oben, aber das tut der besonderen Atmosphäre sicher keinen Abbruch. Unsere Einladung ist bisher immer in der Post verloren gegangen, aber dem Vernehmen nach gibt es diverse Zelte, eins davon „royal“ für besonders wichtige Gäste, spezielle Teller mit Vertiefungen für die Teetasse, Sandwiches und winzige Kuchen und, mit Glück, ein Lächeln der Gastgeberin. Sie schreitet nämlich durch die Menge und wird selbst kaum zum Essen kommen. Das kriegen wir besser hin! Aber wir haben auch keine 7500 Gäste pro Party.

Pimm´s, Cordials und weitere wichtige Gartenparty-Accessoires finden Sie in unserem Sortiment.

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Ein Tag am Meer http://blog.the-british-shop.de/2016/05/ein-tag-am-meer/ http://blog.the-british-shop.de/2016/05/ein-tag-am-meer/#respond Tue, 10 May 2016 11:04:59 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3412 Weiterlesen ]]>
Saltburn Pier

Saltburn Pier

„Oh, I do love to be beside the seaside“: Dieser Hit, 1907 in England geschrieben, ist so aktuell wie eh und je. Am Strand, da sind wir doch alle gern! Weit hat es in Großbritannien keiner, maximal 114 Kilometer bis zur Küste. Die Konkurrenz der sonnensicheren Länder wie Spanien hat allerdings dazu geführt, dass Kurztrips oder Tagesausflüge heute üblicher sind als mehrwöchige Ferien in Brighton, Scarborough, Weymouth oder Southport. Schade, denn die britischen Badeorte haben ihren ganz eigenen Retro-Charme.

Zwei Bauwerke gehören zu einem gelungenen „seaside resort“ dazu: erstens der Pier, und zweitens die Strandhütte. Piers, diese aufwendig verzierten Seebrücken, sind der Inbegriff englischer Strandferien (Wales hat aber auch welche). Meist noch in viktorianischer Zeit erbaut, mit Buden und Theatern bestückt, sind sie leider etwas in die Jahre gekommen, und manche – wie der Brighton West Pier – haben die Zeit nicht heil überstanden, sondern sind abgebrannt oder ins Meer gefallen oder beides. Aber es gibt noch eine ganze Reihe, die gut in Schuss sind. Uns gefällt besonders gut Cromer Pier in Norfolk, der sogar noch eine eigene Show zu bieten hat, ganz wie früher. Sehr schön sind auch Southwold Pier und der elegante Pier von Llandudno in Wales.

Strandhütten, auf Englisch „beach huts“, bilden das Pendant zum deutschen Strandkorb, stehen aber nicht im Sand, sondern meistens in Reihen oberhalb. Sie sind aus Holz, bunt lackiert, und dienen zum Aufbewahren von Eimerchen und Schaufel, Luftmatratze, Sonnenschirm, Handtüchern und dergleichen. Man kann aber auch darin sitzen, wenn der Wind bläst, sich aufwärmen und dabei Sandwiches kauen. Viele dieser Hütten sind heute sehr stilvoll im „shabby chic“ hergerichtet, was auch kein Wunder ist, da sie sehr teuer geworden sind und, ähnlich wie Kleingartengrundstücke, unter der Hand weitergereicht werden.

Wie sieht ein typischer Strandtag in Großbritannien aus? Er ist windig, ganz klar, und das Wasser ist frisch, aber – je nach Empfindlichkeit – im Sommer nicht zu kalt zum Baden. Die Briten sind eher robust und gehen auch jetzt schon rein. In den „rock pools“, von der Flut zurückgelassenen Meerwassertümpeln, suchen Kinder Muscheln und krabbelige Krebse und Quallen. Mittags gibt es Fish and Chips aus dem Papier, dazu Tee aus der Thermoskanne, als Dessert Vanilleeis mit „Flake“-Schokoriegel vom Eiswagen (das nennt sich ein „99“). Oder „Rock“, eine Zuckerstange mit Pfefferminzgeschmack, die ihren Namen verdient – sie ist wirklich steinhart. Im Sommer gucken die Kinder Kasperletheater, genannt „Punch and Judy Show“ oder erquengeln sich einen Ritt auf den Strandeseln, die allerdings aus Tierschutzgründen immer seltener geworden sind. Und bei Sonnenuntergang gönnt man sich ein Bier oder einen „Gin and Tonic“ (nicht: Gin Tonic) an der Strandpromenade. A perfect day!

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Fohlenzeit im New Forest http://blog.the-british-shop.de/2016/05/fohlenzeit-im-new-forest/ http://blog.the-british-shop.de/2016/05/fohlenzeit-im-new-forest/#respond Fri, 06 May 2016 08:06:57 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3375 Weiterlesen ]]> Fohlen, New ForestIm New Forest im Süden Englands leben etwa 3000 Ponys – sie haben zwar Eigentümer, laufen aber frei durch die Landschaft. Im Frühling und Frühsommer haben sie Nachwuchs, der verspielt durchs Unterholz stakst (aber nie weit von der Mama entfernt). Für Tierliebhaber also die beste Reisezeit!

Schon seit Jahrtausenden leben Ponys in dieser idyllischen Gegend. Über die Zeit haben sich die ursprünglich kleinen und gedrungenen Tiere mit anderen Rassen vermischt. Ein echtes New-Forest-Pony ist mittelgroß, möglichst einfarbig mit abgesetzter Mähne, freundlich und verständig. Die Tiere sind nicht wirklich wild, da sie gezielt gezüchtet und von Wildhütern betreut werden. Aber sie leben fast wild in Herden. Obwohl sie an Menschen gewöhnt sind, ist es nicht erlaubt, sie zu streicheln oder zu füttern. Bei Muttertieren mit Nachwuchs gilt dieses Verbot doppelt, denn mit ihnen ist nicht zu spaßen. Dass die Fohlen alle mehr oder weniger zur gleichen Zeit geboren werden, hat seinen Grund, denn im Frühsommer werden reinrassige Zuchthengste in den Wald geschickt, um für Nachwuchs zu sorgen. Und da die Tragzeit bei etwa elf Monaten liegt, ist ein Jahr später immer eine neue Generation da.
Der sogenannte Neue Wald ist übrigens keineswegs neu, sondern wurde im 11. Jahrhundert von William the Conquerer zum königlichen Jagdgebiet erklärt. Ein echter Wald ist es auch nicht, eher Heidelandschaft mit Baumbestand. Aber wunderschön, vor allem im Frühling mit seinem lichten Grün und auch im Herbst. Seine Pflege ist nach mittelalterlichen Strukturen organisiert, sogenannte „verderers“ (in dem Wort steckt das normannische, sprich französische Wort „vert“ für „grün“) wachen über Wohl und Wehe und stellen die Wildhüter und Ponybetreuer ein.

Mehr über den New Forest: www.thenewforest.co.uk

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Rezept: Forelle mit Gurkensauce http://blog.the-british-shop.de/2016/05/rezept-forelle-mit-gurkensauce/ http://blog.the-british-shop.de/2016/05/rezept-forelle-mit-gurkensauce/#respond Wed, 04 May 2016 07:01:06 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3406 Weiterlesen ]]> Rezept, Forelle mit Gurkensauce Der Frühling macht Lust auf leichte Küche, und was wäre leichter als Gurken? Die Briten füllen damit nicht nur Sandwiches, nein, sie machen auch Sauce daraus, die besonders gut zu Fisch passt, vor allem zu Forelle und Lachs. Wir nehmen Forelle, die wir entweder „blau“ im sanft köchelnden Wasser mit Zitronensaft gar ziehen lassen oder in Butter braten.

Zutaten:

  • Forelle (1 pro Person)
  • Zitronen
  • 1⁄2 Freilandgurke
  • 300 Gramm Creme fraiche
  • Salz, Pfeffer, Weißweinessig
  • Frische Kräuter

Für die Sauce eine halbe Freilandgurke schälen, die wässrigen Kerne herausschaben, den Rest auf der Küchenreibe grob raspeln oder sehr fein hacken. Mit 300 Gramm Creme fraiche verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft oder wenig Weißweinessig abschmecken. Zum Schluss frische Kräuter – Dill oder Estragon – hacken und unterrühren. Dazu schmecken neue Kartoffeln oder – erstaunlicherweise – Pommes frites. Was übrig bleibt, können Sie mit Milch verlängern, nachwürzen und als kalte Gurkensuppe servieren. Die englische Antwort auf Gazpacho!
Weitere köstliche englische Rezepte finden Sie in unserem kostenlosen Kochbuch, dass Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen können!

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Lob dem Lavendel http://blog.the-british-shop.de/2016/04/lob-dem-lavendel-2/ http://blog.the-british-shop.de/2016/04/lob-dem-lavendel-2/#respond Thu, 28 Apr 2016 09:37:01 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3392 Weiterlesen ]]> Lavendel, EnglandBesonders frühlingshaft ist es ja nicht draußen, und in London lag dieser Tage Schnee. Was hilft gegen späten Winterblues? Lavendelduft. Einmal schnuppern, schon ist das Sommergefühl da und wir sehen vor uns lila blühende, von der Sonne beschienene Felder und hören die Bienen summen.

Lavendel gehört ganz klar zur Provence – aber auch zu England. In den Cotswolds, in Suffolk und Norfolk, Hampshire und Yorkshire wird die Pflanze angebaut. Meist sind es kleinere Farmbetriebe, die sich auf Lavendel spezialisiert haben, und einige kann man auch besichtigen.

Lavendelöl ist einer der ältesten Duftstoffe, die in England verwendet wurden. Wahrscheinlich kamen die Pflanzen schon mit den Römern, spätestens aber mit den Normannen aus Frankreich auf die Britischen Inseln. Im Mittelalter wurde Lavendel vor allem von Mönchen und Nonnen für medizinische Zwecke angebaut – kein Wunder, denn die kleine lila Pflanze hilft gegen alles von Kopfweh über Stress und Schlafprobleme  bis Mottenbefall und hat auch eine desinfizierende Wirkung. Aber erst zu Zeiten Heinrichs des Achten wurde Lavendel auch in privaten Gärten angebaut. Er ist ja besonders robust und verträgt Hitze ebenso wie kühles Wetter. Henrys Tochter, die erste Königin Elizabeth, liebte Lavendel und soll ihn als Tee getrunken haben.

Richtig groß in Mode kam die Pflanze zu Zeiten Queen Victorias. Aus dieser Ära stammt auch der Brauch, getrocknete Blüten in hübsch verzierte Kissen einzunähen und in die Wäscheschublade zu legen. „English Lavender“ ist seitdem der Inbegriff der feinen Lebensart und einer gewissen Gelassenheit, denn anders als manche Parfums duftet er wenig aufdringlich und wirkt frisch und kühl. Wie ein englischer Sommer!

Zwar wächst Lavendel in verschiedenen Farbtönen, auch in Weiß, aber „lavendel“ als Farbe ist ein zartes helles Lila, das eigentlich jeder Frau zu Gesicht steht – vor allem auch der hellhäutigen „English Rose“.

Hier finden Sie Lavendelprodukte aus unserem Sortiment…

 

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Die große Not http://blog.the-british-shop.de/2016/04/die-grosse-not/ http://blog.the-british-shop.de/2016/04/die-grosse-not/#respond Mon, 25 Apr 2016 05:38:33 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3351 Weiterlesen ]]>
Liffey, Denkmal, Hungersnot

Das Denkmal für die Opfer der Hungersnot am Fluss Liffey – aus Bronze gestaltet von Rowan Gillespie.

Vielleicht haben Sie den Film „Brooklyn“ gesehen, in dem eine junge Irin in den 1950er Jahren in die Vereinigten Staaten auswandert. Zu Hause gibt es für sie keine Arbeit und keine Zukunft. Damals sind viele Iren Richtung Amerika aufgebrochen – aber die größte Auswanderungswelle war viel früher, schon Mitte des  19. Jahrhunderts. Rund zwei Millionen Iren verließen damals ihre Heimat und zogen nach England, in die USA , nach Kanada oder nach Australien. Eine Million Menschen verhungerten – es war die schreckliche Zeit der irischen „Potato Famine“, der großen Hungersnot.

Am Ufer des Liffey in Dublin steht ein eindrucksvolles Denkmal, das an diese den Iren bis heute unvergessliche Ära erinnert: ausgezehrte, hoffnungslose Gestalten, ein paar Habseligkeiten in der Hand, ein Baby an der Brust. Auslöser der Hungersnot war eine Pilzerkrankung, die über Jahre fast die gesamte Kartoffelernte vernichtete – und viele Iren lebten von den Kartoffeln, die sie selbst anbauten. Aber es wäre möglich gewesen, die Bevölkerung zu ernähren, hätten nicht Hartherzigkeit und völliges Versagen der Politik die Situation verschärft. Irland, von England beherrscht, exportierte damals große Mengen Weizen, während die eigenen Leute nichts zu essen hatten. Das einzige, was der Politik damals – zur Hoch-Zeit der Industriellen Revolution, zu der Arme allgemein selbst für ihre Lage verantwortlich gemacht wurden – einfiel, war die Einrichtung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und eine Zeitlang Suppenküchen. Jedoch waren viele Iren zu diesem Zeitpunkt schon zu schwach, um überhaupt arbeiten zu können. Mütter gaben ihren Kindern alles und verhungerten selbst, um ihre Kleinen zu retten.

Wie zu erwarten, blieb die Hungersnot nicht ohne Folgen. Sie gilt als Wendepunkt in der Geschichte , denn sie radikalisierte die Freiheitskämpfer für Irlands Unabhängigkeit. Vieles, das folgte – etwa der Osteraufstand 1916, der Bürgerkrieg, die Unruhen in Nordirland – stehen mit dieser Ära in Zusammenhang.

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Happy Birthday! http://blog.the-british-shop.de/2016/04/happy-birthday/ http://blog.the-british-shop.de/2016/04/happy-birthday/#respond Thu, 21 Apr 2016 08:53:00 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3383 Weiterlesen ]]>
Elizabeth und Philip, 1953

Elizabeth und Philip, 1953

Your Majesty,
die herzlichsten Glückwünsche zu Ihrem 90. Geburtstag. Da Ihre offizielle Geburtstagsfeier ja mal wieder im Juni ist, können Sie den Tag vielleicht im Kreise Ihrer Liebsten genießen, zumindest halb-privat…wie schön, dass jetzt auch schon zwei Urenkelkinder gratulieren oder doch, im Fall der kleinen Charlotte, lieb gucken und die great-granny anlächeln. Oder werden Sie, wie in vielen englischen Familien, „nana“ genannt?

Es wird überall über Sie, die dienstälteste Monarchin aller Zeiten, geschrieben, und da wollen wir nicht alles wiederholen.  Nur dies: Es gibt nicht viele Leute – egal, in welchem Job – die mit so viel Würde, Liebenswürdigkeit und Herzblut bei der Sache sind. Sie haben sich die Krone nicht gewünscht, im Gegenteil – als Sie heranwuchsen, haben Sie nie damit gerechnet, einmal Königin zu werden. Aber dann entschied sich Uncle Edward für seine Wallis, und Ihr geliebter und schüchterner Vater musste als König einspringen. Wenn wir Ihren Biografen glauben dürfen, dann haben Sie diesen Umstand für seinen frühen Tod mitverantwortlich gemacht. Hier liegt wohl auch der Schlüssel für Ihre Disziplin und stets makellose Außenwirkung. Nie, nie wieder wollten Sie sich schämen müssen für Ihre Familie wie damals für den Onkel. Leider war es Ihnen nicht immer vergönnt, denn Ihre Kinder hatten ja so einige Eskapaden in petto. In letzter Zeit ist aber Ruhe, alles läuft gut, Charlie scheint glücklich mit der Frau, die er gleich hätte heiraten sollen und nicht erst nach so vielen Umwegen; Kate und William sind das Bilderbuchpaar schlechthin, sogar der süße Harry ist schon länger nicht in unpassender Kleidung (oder ganz ohne) gesichtet worden. Happy times!

Sie selbst, Your Majesty, haben ja bei der Wahl Ihres Lebenspartners gleich alles richtig gemacht, obwohl Sie (wie man heute sagen würde) ein Teenie waren, als Sie Philip das erste Mal begegneten! Noch immer sind  Sie ein harmonisches Paar. Auch wenn man behauptet, Ihr Gatte benehme sich manchmal daneben…uns scheint, er macht seine haarsträubenden Bemerkungen mit Ihrem Einverständnis und bringt so ein wenig Farbe und Anarchie in den königlichen Berufsalltag. Aber das ist nur Spekulation.

Ganz gewiss sind Sie per Geburt eine der reichsten Frauen weltweit. Aber liegen Sie etwa den ganzen Tag auf dem Sofa und lassen sich Champagner servieren? Füllen Sie die Klatschspalten mit Skandalen? Nein, im Gegenteil, Sie haben einen super anstrengenden Job, den Sie tagtäglich ausfüllen. Immer stehen Sie im Licht der Öffentlichkeit. Für jeden haben Sie ein nettes Wort. Da gönnen wir Ihnen die paar Schlösser, den Reitstall und den Fuhrpark aber von Herzen. Außerdem machen Sie vermutlich mehr Tourismuswerbung für Großbritannien als alle PR-Kampagnen zusammengenommen.

Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Geburtstag. Und: many happy returns! Bitte bleiben Sie uns noch recht lange erhalten, denn wir können uns die Welt ohne Sie überhaupt nicht vorstellen.

Ihr Team von THE BRITISH SHOP

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Kleine rote Glücksbringer http://blog.the-british-shop.de/2016/04/kleine-rote-gluecksbringer/ http://blog.the-british-shop.de/2016/04/kleine-rote-gluecksbringer/#respond Mon, 18 Apr 2016 07:48:36 +0000 http://blog.the-british-shop.de/?p=3371 Weiterlesen ]]> erdbeereHerzförmig, rot, mit grünem Krönchen: Gibt es eine schönere Frucht als die Erdbeere? Auch die Briten lieben ihre „strawberries“, sie gelten sogar als das beliebteste Obst neben Äpfeln. Offizieller Start der einheimischen Ernte ist in Großbritannien der 1. Mai, aber es braucht nur ein paar sonnige Tage, dann sind die Früchtchen früher dran. Ihr englischer Name bezieht sich auf den noch heute praktizierten Brauch, die Pflanzen im Winter mit Stroh abzudecken.

Walderdbeeren sind in ganz Nordeuropa heimisch, und schon früh begannen die Menschen, diese Pflanze in ihre Gärten zu holen und zu kultivieren. Im Mittelalter galten die Beeren als Aphrodisiakum und wurden in England Jungvermählten – kombiniert mit Borretsch und saurer Sahne – vor der Hochzeitsnacht serviert. Auch sollten sie gegen eine Reihe von Krankheiten und Traurigkeit helfen (Letzteres stimmt auf jeden Fall! Erdbeeren sind echte Stimmungaufheller.). „Strawberries and cream“, der Klassiker bei Wimbledon und jeder „village fair“, standen schon bei Heinrich dem Achten auf der Festtafel. Wegen ihrer Schönheit und auch ihrer Symbolik – die Erdbeere ist ein Rosengewächs, aber ohne Dornen – fand sie auch stets das Interesser der Künstler.

Großbritannien mit seinem milden Klima, ausreichend Regen und, ja, auch ausreichend Sonne ist perfekt für Beerenfrüchte. Früher war die Saison kurz, heute geht sie dank neuer Züchtungen von April bis in den Oktober hinein. Ob man das gut findet oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

William Butler (1535 – 1617), ein Arzt aus Cambridge, kannte nur eine ganz kurze Erdbeersaison – und nur die kleine Variante der Frucht, die heute ja schon in Aprikosengröße gezüchtet wird. Er ist berühmt für dieses Zitat: „Zweifellos hätte Gott eine bessere Beere erschaffen können, aber zweifellos hat er es gelassen“.  Dem ist nichts hinzuzufügen.

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